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Harz: Fünf Häuser in Wildemann evakuiert

Vor 100 Jahren ist der Bergbau im kleinen Ort Wildemann im Harz aufgegeben worden. Doch der Ort leidet unter den Folgen: Weil sie an einer instabilen Bergbauhalde liegen, hat die Stadt Clausthal-Zellerfeld nun fünf Häuser in Wildemann evakuiert. “Die Evakuierung habe ich gemäß dem Niedersächsichen Gefahrenabwehrgesetz angeordnet”, sagte Bürgermeisterin Britta Schweigel (parteilos) der “Goslarschen Zeitung”. “Es ist zu befürchten, dass hier eine echte Gefahr für Leib und Leben und Eigentum besteht.” Sollten der stillgelegte Schacht und die Halde einstürzen, könnten möglicherweise auch die jetzt geräumten Gebäude in sich zusammenfallen. Die insgesamt etwa zehn Bewohner hatten am Dienstag ihre Häuser am Wildemanner Gallenberg verlassen müssen. Sie seien auf Kosten der Stadt in Ferienwohnungen untergebracht worden.

Bereits 2014 sei es an der Stelle zu Bergschäden gekommen. Im Dezember 2016 brach zwischen dem Schacht Anna Juliane aus dem späten 17. Jahrhundert und dem darunter liegenden Steilhang eine Wasserleitung, die auf Haldenbewegungen zurückgeführt wurden. Das Wasser aus der Leitung, Schnee und zwischenzeitliches Tauwetter könnten nun die Festigkeit des Hangs weiter beeinträchtigt haben. Das Landesamt für Bergbau bereitet sich nun auf eine Sanierung vor. Ein Gutachten über die weitere Standfestigkeit des Hangs soll bis Anfang März vorliegen – so lange bleiben die Anwohner ausquartiert.

Quelle: NDR.de

 

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